Aptiv und Comau setzen Industrieroboter auf eine Roadmap für Edge-Computing und Sicherheit
Aptiv und Comau kooperieren bei der Entwicklung von Industrierobotern der nächsten Generation, wobei der Fokus auf Edge-Computing, Sensorik und integrierten Sicherheitsarchitekturen liegt.

Aptiv und Comau haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die industrielle Automatisierung der nächsten Generation zu erforschen. Das Interessante daran ist der Stack, den sie kombinieren wollen: Roboter-Hardware, Edge-Software, Sensoren, Verbindungstechnik und der reale Einsatz in Fabriken.
In der Ankündigung vom 5. Mai heißt es, dass die Unternehmen eine gemeinsame Entwicklung in den Bereichen fortschrittliche Robotik, autonome Systeme sowie automatisierte Lager- und Logistiksysteme prüfen werden. Aptiv steuert Wahrnehmung, Rechenleistung, Software, Wind River Edge-Plattformen, Aptiv PULSE Sensorsysteme und Hochleistungs-Verbindungstechnik bei. Comau bringt Erfahrung in den Bereichen Robotik, Automatisierung und Implementierung in komplexen Produktionsumgebungen ein.
Für Käufer ist dies ein nützliches Signal, da sich die Industrierobotik über reine Stand-alone-Roboterarme hinausentwickelt. Die nächste Welle von AMRs, Cobots und Lagersystemen benötigt deterministisches Edge-Computing, sicherere Sensorik, Lifecycle-Management, robuste Verkabelung und Steckverbinder sowie Software, die über Jahre hinweg aktualisiert und überwacht werden kann.
Die genannten Anwendungsfälle sind praxisnah. Die Unternehmen verweisen auf Referenzarchitekturen für Wahrnehmung und Rechenleistung der nächsten Generation für AMRs, kollaborative Roboter und andere autonome Plattformen, die anhand realer Comau-Anwendungsfälle validiert wurden. Zudem planen sie, KI-gestützte Logistikautomatisierung für die Automha-Software von Comau unter Verwendung von Wind River Cloud- und Edge-Technologien zu untersuchen.
Der Sicherheitsaspekt könnte der für Käufer relevanteste Teil sein. Aptiv und Comau beschreiben radar- und visionsbasierte industrielle Sicherheitsarchitekturen mit deterministischer Rechenleistung und Multizonen-Überwachung. Wenn dies funktioniert, könnten Fabriken einen besseren Arbeitsschutz bei geringeren Kosten und Komplexität im Vergleich zu herkömmlichen Schutzkäfigen oder starren Einzonensystemen erhalten.
Auch die Verbindungstechnik verdient Aufmerksamkeit. Roboter fallen in der Praxis oft aus unglamourösen Gründen aus: Kabelermüdung, Steckerdefekte, Staub, Vibrationen, Gewicht und Wartungszugang. Das Portfolio an Hochleistungs-Verbindungstechnik von Aptiv könnte bei mobilen Robotern und Cobots eine wichtige Rolle spielen, wo zuverlässige Signal- und Strompfade entscheidend für die Betriebszeit sind.
Comau hat bereits Industrieroboter-Hardware auf dem Markt, darunter kollaborative und kompakte Arme wie den Racer-5, während Aptiv angibt, dass Comau-Roboter in Fertigungsanlagen von Aptiv eingesetzt werden. Dies verleiht der Zusammenarbeit ein realistisches Testfeld anstelle einer reinen theoretischen Roadmap.
RoboHub wird dies als eine Geschichte über Enabling-Plattformen weiterverfolgen. Die Beschaffungsfragen sind klar: Welche AMR- oder Cobot-Aufgaben stehen an erster Stelle, welche Sicherheitszertifizierungen werden angestrebt, ob das Edge-Management von Wind River für Fabriken paketiert wird, wie sich die Automha-Logistiksoftware verändert und ob die resultierenden Architekturen als Komponenten, Referenzdesigns oder Komplettsysteme verkauft werden.
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