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News · 18.5.2026

SAP und Cyberwave überführen Physical AI vom Lager-Pilotprojekt in den Live-Logistikbetrieb

SAP und Cyberwave setzen vollautonome, KI-gesteuerte Roboter im Live-Betrieb im Logistikzentrum St. Leon-Rot ein, integriert über SAP LGM und die Cyberwave-Plattform.

Cyberwave and SAP automate logistics with AI-powered robotics

SAP und Cyberwave haben die Lagerrobotik in einen Live-Logistikbetrieb von SAP überführt, was dieses Projekt interessanter macht als eine gewöhnliche Robotik-Demo. Die Unternehmen geben an, dass vollautonome, KI-gesteuerte Roboter im SAP-Logistiklager in St. Leon-Rot in Deutschland im Einsatz sind.

Die Bekanntgabe vom 11. Mai besagt, dass der Einsatz auf SAP Logistics Management (LGM) basiert, der Cloud-nativen Logistics-Execution-Lösung von SAP. Die Roboter führen Aufgaben wie das Falten von Kartons, Verpacken und Versandabwicklung vollautonom aus, wobei die Arbeit über die SAP Business Technology Platform und die Cyberwave-Plattform integriert ist.

Für Unternehmenskäufer ist die Integration der entscheidende Punkt. Lagerhäuser kaufen Roboter nicht isoliert; sie kaufen Durchsatz, Rückverfolgbarkeit und Ausnahmebehandlung. SAP erklärt, dass Aufgaben über den SAP Embodied AI Service in Roboterbefehle übersetzt werden, wodurch die Warehouse-Execution-Ebene physische Arbeit koordinieren kann, anstatt lediglich den Inventarstatus zu melden.

Die Rolle von Cyberwave liegt in der Ebene für Roboterlernen und Orchestrierung. Das Unternehmen gibt an, dass seine Plattform Betreibern hilft, Trainingsdaten über Demonstrationsschnittstellen zu sammeln, Vision-Language-Action- (VLA) und Reinforcement-Learning-Modelle zu verfeinern und diese Modelle mit Echtzeit-Feedback auf physischen Robotern bereitzustellen. Praktisch ausgedrückt ist das Verkaufsargument, dass sich Roboter an hochvariable Lageraufgaben anpassen können, ohne dass für jedes Objekt oder jeden Arbeitsablauf wochenlanges Custom-Engineering erforderlich ist.

Das ist wichtig, weil Logistikrobotik aus Gründen schwierig ist, die in Laborvideos nicht offensichtlich sind. Kartons variieren in Form und Ausrichtung. Etiketten, Verpackungsmaterial, Wagen und Arbeitsflächen ändern sich. Versandfristen verkürzen die Zeitfenster. Ein nützlicher Roboter muss in den digitalen Prozess des Lagers passen und physische Variationen bewältigen können.

SAP nutzt zudem das eigene Lager als Referenzimplementierung. Das verringert die Glaubwürdigkeitslücke: Dasselbe Softwareunternehmen, das die Integrationsschicht verkauft, testet Physical AI in seinem internen Logistikbetrieb, anstatt nur eine Partner-Präsentation zu zeigen.

RoboHub-Käufer sollten dies als eine Automatisierungsarchitektur für Unternehmen bewerten: SAP LGM und BTP als digitales Rückgrat, SAP Embodied AI Service als Befehlsübersetzungsschicht, Cyberwave als Plattform für Robotertraining und -ausführung und physische Roboter als finaler Aktuator.

Die Fragen für die Beschaffung sind klar: Welche Roboter-Hardware wird unterstützt, wie funktioniert die Ausnahmebehandlung, welches Maß an menschlicher Aufsicht bleibt bestehen, ob VLA/RL-Modelle geprüft werden können, welche Sicherheitskontrollen die Lagerdaten schützen und wie schnell eine neue Aufgabe in der Produktion erlernt und validiert werden kann. Wenn diese Antworten überzeugen, ist dies ein ernsthaftes Signal für Physical AI in SAP-geprägten Lagern.

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